Hotte

 

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Der Blog ist umgezogen!

Liebe Abonnenten,

lange lange war es überfällig...

Mein Blog wird ab sofort bei Wordpress weitergeführt:
https://lysander2016.wordpress.com/

Alle Beiträge zum Thema TransWeg finden sich hier:
https://lysander2016.wordpress.com/category/transweg/

Alles andere zum Thema TransMann hier: https://lysander2016.wordpress.com/category/transmann/

Ich hoffe, es ist auch im Sinne meiner bisherigen Leser, wenn auf den neuen Seiten weniger Werbung eingebunden ist.

Dieser Blog bleibt jetzt hier so bestehen mit den noch älteren Beiträgen, aber der wird künftig nicht mehr gepflegt.
22.3.16 09:28


Rodelwinter

Dieser Winter wird wahrscheinlich als Rodelwinter in die Annalen eingehen. Nicht nur wegen Althaus' Skiunfall, sondern wegen des unerwarteten Kälteeinbruchs.
Wann hatten wir das letze Mal einen Winter mit richtigem Schnee, der länger als nur einen halben Tag liegen blieb? Ich erinner mich da nur an ein Jahr, als mein Alter noch nicht zweistellig war.
Damals Haben wir tatsächlich eine Schneeschippe kaufen müssen. In deren Karton spielten mein Bruder und ich verstecken, dick in Sckianzüge eingemummelt.

Nun haben wir wieder Schnee und zwar rodeltauglich viel. Den wollte ich mir nicht entgehen lassen.

So sieht es in der Rheinaue aus, wenn kein Schnee liegt. Links die grosse Wiese oberhalb des Ovals hatte sich zur Familienabfahrt verwandelt. Gestartet bei der Baumreihe ging es abwärts in Richtung des Rondells oder daran vorbei. Der Weg in der Mitte machte einen kleinen Hubser, an dem einige der Kiddies scheiterten. Nicht so die Skateboarder: Die nutzten diesen und bauten ihn mittels Schnee noch zur Schanze aus.


Größere Kartenansicht

Meinereiner ist beim ersten Anlauf mittenmang ins Rodel gefahren - mein aufblasbares Winter- und Wassersportgerät schien mit vorprogrammierter Linkskurve ausgestattet zu sein. Ich war extra rechts am Rande der Baumreihe gestartet und wollte eigentlich geradeaus neben dem Kreis vorbeifahren. Ging aber nicht aufgrund der Eigendynamik. Wenn einem dann noch in fünfjähriger Rodelprofi von links oben den Weg kreuzt, wirds echt unheimlich!
Schatzemann hatte es da mit dem klassischen Holzschlitten mit zwei Kufen etwas einfacher mit der Lenkung.

Trotzdem sind wir dann zu dem höheren und geschätzt 45 Grad steilen Hügel weiter rechts gegangen, weil es da noch nicht so voll war. Von dort aus konnte manin der Lücke zwischen den drei Bäumen auf der linken Seite und dem kleinen Wäldchen auf der rechten Seite hindurch noch richtig weit fahren.
Am Anfang war mir dabei noch etwas mulmig, aber "Es sieht so sexy aus, wenn Du mit dem Boot fährst!" - da darf man sich ja nicht weigern, oder?
Beim dritten Mal kriegte ich auch den Bogen raus, wie das mit der Lenkung funktioniert. Im Gegensatz zum herkömmlichen Schlitten sitzt man nicht, sondern liegt auf dem Ding. Dabei muss man den ganzen Körper anspannen und die Beine hochheben. Will man dann nach rechts, muss man die linke "Kufe" hochheben, will man nach links, muss man die rechte "Kufe" hochheben - dabei verlagert man automatisch sein Gewicht und steuert so, in welche Richtung es geht.

Wenn man sich so, dem Wetter unangemessen mit herblichen Stiefeletten und einfacher Jeans bekleidet, ins gefrorene H2O stürzt, muss man sich nicht wundern, dass das Textil erheblich an Feuchtigkeitsgehalt zunimmt. Ändert aber nichts daran, dass man seinem Freund ein herrlich obszönes "Ich bin ganz feucht" ins Ohr stöhnen kann, ohne den Wahrheitsgehalt seiner Aussage anzweifeln lassen zu müssen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass man sich trotz Eiseskälte und Unfallgefahr für knapp 30 Sekunden Glück wieder und wieder ins Abenteuer stürtzt.
Das wollte ich auch noch einmal haben, bevor wir dann nach Hause machen.
Bei diesem letzten Mal habe ich den Hüpfer nach der Überquerung des verschneiten Weges nicht überstanden, mich in der Luft gedreht und absolut mit Schnee paniert. Irgendwie hatte ich die Beine zu weit auseinander, die Körperspannung verloren und Kontakt mit dem Boden bekommen. Das wars dann.

Das Ende vom Lied ist, dass ich mir jetzt vermutlich das Steissbein geprellt habe - jedenfalls kann ich kaum sitzen, weil mir der Arsch weh tut.

Egal, das Rodeln hat trotzdem Spaß gemacht. :-D
10.1.09 12:55


Über die Rubrik TM

Hier möchte ich chronologisch meine Entwicklung im Zusammenhang mit der Genderkiste festhalten.

Du kannst gezielt hier lesen oder dran vorbeilesen.

Ich habe einiges nachzuholen, daher sind folgende Themen bereits geplant:

  • Am Anfang war das Genderchaos
  • Outing
  • Alltagstest
  • Ergänzungsausweis

Danach geht es dann einfach weiter, wie es sich gerade ergibt.
 

29.12.08 00:10


Geschlechtsidentität

Liebes Tagebuch,

ich weiss nicht, wie bzw. ob ich es Dir sagen soll....

Tagebuch: Was denn?

Barbara:

Da ist etwas, was schon lange in mir ist und raus will. Ich hab aber Angst, dass Du mich dann nicht mehr magst, wenn Du es weisst.

Tagebuch: Hallo?!

Ich bin Dein Tagebuch! Was kann denn so schlimm sein, dass Du es nichtmal mir erzählen kannst?

Barbara: *rumdrucks

Das ist es ja, Dir hätte ich es eigentlich zuerst erzählen sollen. Für mich ist es ja eigentlich gar nicht schlimm, also nicht so wirklich.... es ist eben so. Aber mittlerweile hats Kreise gezogen und die Leute kommen oft durcheinander deswegen.

Tagebuch: Nu sag schon... ich erzähls auch nicht weiter.

Barbara: *erleichtert

Nagut. Hm, wie soll ich das erklären... Du als Tagebuch hast da sicherlich weniger Probleme mit, aber im Gegensatz zu Dir habe ich einen Körper... Mit meinem Geschlecht stimmt was nicht.

Tagebuch: *verdutzt

Wie, Geschlecht?

Barbara:

Na es gibt doch Männer und Frauen oder besser gesagt meistens werden die Menschen aufgrund ihrer unterschiedlichen Anatomie in eine dieser beiden Schubsladen einsortiert. Also entweder als Mann oder als Frau. Dementsprechend werden Personen - selbst unabhängig von Klischees oder Etikette - abhängig vom geschlecht verschieden behandelt.

Im Englischen gibt es zwei Ausdrücke für das Geschlecht, "Gender" und "Sex". Letzteres bezieht sich auf das biologische Geschlecht des Körpers, während Gender die soziale Rolle meint, in der man sich bewegt, aber auch das psychologische Geschlecht.

Gender ist also mehr als "nur" eine Rolle, es ist auch ein Empfinden, ein Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe, mit der man sich identifiziert.

Tagebuch:

Achso. Und wo ist jetzt Dein Problem?

Barbara: Also das ist so....

Mein Körper hat ein anderes Geschlecht als das, dem ich mich zugehörig fühle.

Dieser seelische Spagat wird als "Transidentität" bezeichnet. Meist wird es auch "Transsexualität" genannt, was insofern irreführend ist, als dass es nichts mit sexueller Orientierung zu tun hat.

Auf die Frage "Wer bist Du?" antwortet man idR mit seinem Namen, welcher der Schlüssel zu einer Reihe von Informationen über die Person ist und die Antwort auf die Frage nach dem "Was bist Du?" (Männlein oder Weiblein) beinhaltet.

In den letzten vier Jahren habe ich mich auf Fragen à la "Bist Du m oder w?" immer als "Ich bin geistig männlich, aber körperlich weiblich." beschrieben, was oft das Ende des Gesprächs oder aber gendertheoretische Diskussionen zur Folge hatte. Manchmal auch nur ein symbolisches Achselzucken.

In Deutschland muss mind. ein Vorname das Geschlecht erkennen lassen, daher wird auch dieses allein mit der Nennung des Vornamens transportiert. Entsprechend ungern habe ich auch meinen Vornamen preisgegeben.

Bisher ist Dir nicht aufgefallen, dass ich zwar "Barbara" heisse, andere Beiträge aber mit "der Autor" unterschreibe?

Tagebuch:

Nö, hab ich gar nicht gemerkt. Stört mich auch nicht weiter. Was spielt das denn für eine Rolle?

Barbara:

Es zeigt die Diskrepanz zwischen meinem gefühlten und dem nach aussen dargestellten Geschlecht. "Barbara" ist eben ein weiblicher Name, wohingegen "der Autor" eine männliche Bezeichnung ist.

Wenn Dich das nicht juckt, beruhigt mich das. Dann brauche ich den Namen hier ja auch nicht weiter zu verwenden.

Tagebuch:

Klar, kein Thema. *smile

ich: *froi

Tagebuch: Und nu?

ich:

Nu ist es raus und damit fällt mir schonmal eine ganze Geröllhalde vom Herzen. Mir stellt sich jetzt die Frage, wie es weitergehen wird.

In erster Linie möchte ich einfach nur ich sein und auch so wahrgenommen werden. Als Frau habe ich mich nie gefühlt und inzwischen definiere ich mich als Transmann (TM).

Tagebuch:

Männer, Frauen und jetzt auch noch Transmänner... das wird mir allmählich zu hoch. 

ich:

Keine Sorge, in die Tiefe wollte ich an dieser Stelle jetzt nicht mehr gehen. Für dieses Thema gibts eine eigene Kategorie und für Dich ist es nur insofern relevant, als dass sich mein Name ändert.

Solltest Du Deine Meinung ändern, klick einfach auf "TM" und lies da nach.

Tagebuch: *nachdenklich

Okay... ich hoffe mal, Du bleibst auch mit neuem Namen noch der Alte. 

ich: Ja, ich denk schon. 

Tagebuch:

Ach, wie heisst Du denn dann jetzt?

ich:

Du kannst mich Hotte nennen. *smile

Tagebuch:

Also dann, Hotte. *smile

Hotte: *froi

Du, ich hab aber noch zu tun. Muss noch ganz viel schreiben. 

Tagebuch:

Dachte ich mir schon. *g Machs jut. 

Hotte:

Ja, Du auch. Bis später! 

28.12.08 23:39


Hol Deine Klampfe

Ich mag Musik. Deutschrock, Ska, Blues, Gothic und vieles andere. Je nach Stimmung suche ich mir das passende heraus oder lasse das gesamte Verzeichnis in zufälliger Reihenfolge runterdudeln.
"Musik ist mein Leben" könnte in so manch bewegenden Momenten auch eine meiner Aussagen sein. Wenn ich selbst singe, wird das eher Katzenmusik.
Singt mein Schatzemann, ist das richtig schön. Solche sind richtige Glücksmomente in unserem Leben und ich bin froh und dankbar, dass er mich mitsingen lässt und ihn das nicht aus dem Takt bringt.

Ich merke, dass ich die Stimmung nicht gut transportieren kann, wenn ich es einfach nur so erzähle.... aber vielleicht kennt das ja auch jemand von euch und kann es sich so vorstellen. Ich wollts jedenfalls mal gesagt haben, dass auch das ein Teil von mir ist.
27.12.08 22:09


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