Hotte

 

* Startseite     * Über...     * Archiv     * Kontakt     * Abonnieren



* Themen
     Ankündigungen
     Tagebuch
     transBlog
     transWeg
     Dütt & Datt

* Freunde
   
    rose-kane

    - mehr Freunde

* Links
     Lysander | Der befreite Mann.
     Forderungen
     Existenzforderung






Fremde Angst ist umgezogen!

Liebe Lesenden,

des nächtens habe ich fleissig gewerkelt und meine Internetpräsenz aufgeräumt. Das war dringend überfällig.

Wer besonders an meiner Literatur interessiert ist, findet sich in meiner Schreibwerkstatt jetzt besser zurecht.
Die verschiedenen Texte, welche hier auf Zusatzseiten versammelt waren, sind dort jetzt in Kategorien organisiert.
Jeder Text kann einzeln aufgerufen und kommentiert werden.
Kein umständliches Suchen mehr, ob etwas dazugekommen ist. Einfach abonnieren und ein neuer Eintrag bewirkt eine automatische Benachrichtigung per eMail.

Die Fans meiner Tagebuch-Dialoge sind weiterhin hier an der richtigen Adresse.
Ich habe jetzt mehr Raum geschaffen, um auch über andere Dinge zu schreiben. Mit der Zeit wird sicherlich die ein oder andere Kategorie hinzukommen.

Ich wünsche weiterhin viel Freude und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

LG
der Autor
27.12.08 14:30


Wohin des Weges?

Liebes Tagebuch,

ich war lieb zu Dir und habe diese furchtbaren fiesen roten Überschriften wieder schwarz gemacht. Jetzt sei auch Du so gut und hilf mir mal etwas auf die Sprünge.

Tagebuch:
Ach, das ist ja schön, Dich auch mal wieder zu lesen.
Die Überschriften sind sehr hübsch, gar keine Frage. Aber alle anderen Links sind jetzt auch schwarz, das ist Dir schon klar?

Barbara:
Ja, kein Thema. Meine Leser sind doch nicht blöd und wissen genau, dass man draufklicken kann, wo der Mauszeiger sich in ein Patschehändchen verwandelt.

Was ich Dich fragen wollte:
Soll ich mich wirklich der Schriftstellerei widmen? Ich meine so richtig ernsthaft, Schreiben als Beruf.

Tagebuch:
Hast Du denn nicht gerade erst Deine Ausbildung abgeschlossen?

Barbara:
Im letzten Sommer, ja. Gelernt habe ich, Verwaltungsvorschriften anzuwenden. Getan habe ich das danach nicht mehr, weil durch meine Projektarbeit andere Dinge in den Vordergrund traten. Ich bekam mehr und mehr mit IT zu tun, so dass ich mich inzwischen sogar auf einen Studienplatz für den Studiengang "Angewandte Informatik" beworben habe. Es passte einfach in den Kontext.
Ob es zu mir passt, ist eine andere Frage.

Tagebuch:
Wofür interessierst Du Dich denn?

Barbara:
Ich interessiere mich für so vieles.
Du kennst das ja, die Themen kommen und gehen. Etwas entzündet in mir ein Strohfeuer, ich sauge alles Wissen zu dem Thema auf wie ein Schwamm und dann wird es bald langweilig.
Ich möchte nicht drei Jahre auf einen Bachelor hinarbeiten, der mir nachher nichts nützt. Ich glaube nicht, dass mein Interesse für die IT anhaltend ist. Je konkreter ich mich damit befasse, umso deutlicher spüre ich einen Widerwillen aufkommen.

Tagebuch:
Dann lass es einfach bleiben. Studieren kannst Du später noch. Wie kamst Du überhaupt auf die Idee, jetzt ein Studium aufzunehmen?

Barbara:
Naja, ich habe das Gefühl, unangemessen schlecht bezahlt zu sein. Und ich habe herausgefunden, dass mit einem fehlenden Hochschulabschluss argumentiert wird.
Seit einem Jahr habe ich vor, zu meinem Schatz nach Hamburg umzuziehen und werde das im kommenden Jahr endlich in die Tat umsetzen. Hier vor Ort bleibe ich nur noch bis Ende Februar.
Und ein Studium bei einer ausgewählten Hochschule ist natürlich ein guter Grund für einen Umzug.

Tagebuch: *grins
Klar. Mit der Bezahlung ist es so, dass es ganz vom Arbeitgeber abhängt. Es gibt solche, die nur Hochschulabsolventen höherwertige Tätigkeiten zutrauen und entsprechend entlohnen, aber eben auch jene, die auf Praktiker zählen. Ein Hochschulabschluss an sich sagt erst mal nichts über die Eignung eines Bewerbers aus.

Barbara:
Schön oder auch nicht. Eigentlich wollte ich auch nie studieren...
Fragt sich ohnehin, wo das Geld herkommen soll. Damit kommen wir zur Ausgangsfrage: Was tun?

Tagebuch:
Was möchtest Du denn tun?

Barbara:
Am liebsten möchte ich erstmal einfach gar nichts tun, so beknackt sich das anhören mag. Einfach nur chillen, bisschen was vom Leben mitkriegen vielleicht noch. Studentenleben macht mir oberflächlich betrachtet so nen romantischen Eindruck.

Und sonst... Bestsellerautor werden.
Oder es zumindest versuchen.

Tagebuch:
Ein Studium ist harte Arbeit, vertu' Dich da mal nicht. Überleg Dir das wirklich gut. Zudem kostet es heutzutage auch wieder ein Heidengeld.
Im Moment habe ich nicht den Eindruck, als wenn Du das wirklich willst.

Was das andere angeht, da gibt es viele Möglichkeiten. Du könntest zB halbtags in einem Büro arbeiten und Dich in der freien Zeit der Schriftstellerei widmen.
Es wird doch sicherlich irgendeinen Job geben, der nicht allzu anspruchsvoll ist. Fürs Schreiben ist es wichtig, den Kopf frei zu haben.

Barbara:
Ja, ich werd mal sehen. Habe mich mal wieder kreuz und quer beworben und werde dann einfach das nehmen, was ich kriegen kann...

Tagebuch:
Einfach wahllos etwas herausgreifen kann sich als Glücksfall oder eben das Gegenteil erweisen.

Barbara:
Und ich hab noch nen Termin bei der Arbeitsagentur zur Berufsberatung. Vielleicht bringt mich das noch weiter.

Tagebuch:
Ja, das ist bestimmt eine gute Idee.
Dann mach das mal und sag mir, was dabei herausgekommen ist.

Barbara:
Der Spruch kommt immer von meinem Hausarzt.^^
Aber okay. Bis die Tage.
27.12.08 01:37


Erkenntnis

AUDIO – VIDEO – DISCO

Am Anfang war das Wort.

0 – 1
ja – nein
W – O
links – rechts
heiss – kalt
schlagen – streicheln
himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt
piano – forte
schwarz – weiss

Das Dazwischen traf sie unerwartet mit nie gekannter Wucht
Eva blinzelte.

0 – 0,5 – 1
ja – weissnicht – nein
W – N – O
links – mitte – rechts
heiss – lau – kalt
schlagen – küssen – streicheln
Freude – Gleichgültigkeit – Trauer
piana – pianoforte – fortissimo
gelb – blau – rot

Langsam gewöhnten sich ihre Augen an die verschiedenen Farben.
Ihre Sinne schärften sich, sie wurde neugierig..

0 – 0,25 – 0,5 – 0,75 – 1
dafür – möglich – irrelevant – unwahrscheinlich – dagegen
W – NW – N – NO – O
links – sozialistisch – liberal – konservativ – rechts
heiss – warm – lau – kühl – kalt
schlagen – fesseln – küssen – umarmen – streicheln
Liebe – Zuneigung – Ausgeglichenheit – Abneigung – Hass
pianissimo – piano – pianoforte – forte – fortissimo
gelb – grün – blau – lila – rot

Jetzt hatte sie Blut geleckt.
Gab es da noch mehr?

0 – 0,125 – 0,25 – 0,375 – 0,5 – 0,625 – 0,75 – 0,875 – 1

Und er sah, dass es gut war.
© Fremde Angst September 2006

26.4.08 01:07


Anmerkungen zu

Liebes Tagebuch,

meiner Mutter zuliebe möchte ich zu der Geschichte "Aufgewacht" auf der Seite "Elternhaus" einige Anmerkungen machen.

Als Kind hatte ich tatsächlich einen Affen Fips, aber nicht so einen Opa wie in der Geschichte. Meine Mutter flickte ihn mit Gewebeband, das - wenn Fips zuvor irgendwo herumgelegen hatte - herrlich kalt war und warm wurde, wenn man ihn an sich drückte. Dies Wärme behielt er auch eine kurze Zeit, wenn man ihn kurz ablegte und erst dann wieder Kontakt aufnahm. Natürlich habe ich dieses Viech abgöttisch geliebt. Einmal war ich krank und entleerte meinen Mageninhalt versehentlich darauf. In der Waschmaschine fand mein Affe Fips einen nassen Tod, denn das machte das Klebeband nicht mit.
Als meine Mutter, nachdem alle Hebel in Bewegung gesetzt worden waren, irgendwann irgendwoher einen baugleichen, aber neuen Stoff-Affen hatte auftreiben können und meine Oma ihn mir zu irgendeinem Anlass schenkte, wollte ich diesen partout nicht haben. "Das ist nicht mein Affe Fips!", zeterte ich und warf ihn in die nächste Ecke. Irgendwie hatte ich den Verlust wohl schon genug betrauert und gedanklich damit abgeschlossen, Fips je wiederzusehn. Das tat natürlich dann sauweh, als die Erinnerung hochkam.
Heute schmunzle ich darüber, wenn ich daran denke, was ich doch für ein "undankbares Kind" war und frage mich:

Könnte ich bzw. hätte ich es - an deren Stelle - je besser machen können?


Mum, ich weiss nicht, ob Du das Internet bereits so weit erforscht hast, dass Du meine Seite hier gefunden hast.
Falls ja: Herzlich willkommen in meinem Privatleben.

LG
Barb
4.4.08 17:59


Nein, ich ent-schuldige mich nicht,

mein lieber Kopfkino-Papa, weil es nichts zu entschuldigen gibt.
Und mit Schuld hat es erst recht nichts zu tun.
Du selbst hast mir das Handwerkszeug dazu gegeben, das zu erkennen.

Was sagte ich? "Ich liebe Dich." Das ist doch wahr!

Ich liebe Dich mit dem Herzen und mit meinem Geist, nicht aber mit der Lende.
Zwischenzeitlich begehrte ich Dich, sehr, wie Du weisst. Doch das ist nicht zu verwechseln mit der Summe aus Vertrauen, Geborgenheit, Verehrung, Achtung und Wertschätzung.

Und ja, die Liebe lodert nicht mehr so stark wie vor der Wegkreuzung, aber sie glimmt leise vor sich hin. Ich bin davon überzeugt, dass Du das Feuer wieder entfachen könntest, wenn Du nur wolltest.
Das ist allerdings nicht mehr notwendig; jetzt kannst Du mit mir wie mit einem normalen Menschen reden.

Natürlich gab ich mich Dir hin, wie ich mich auch in meinem Beruf hingebe.
Ich gebe mich gerne hin - aber ich gebe mich nicht her.

Und weisst Du was? Je ne regrette rien. Ich bereue nichts.

Auch nicht mehr meinen Stolz, der mich davon abhielt, einen Irrtum zuzugeben. Der mich einen Fortschritt als Rückschlag fehlinterpretieren liess.
Klar war das dumm, aber nur aus Fehlern lernt man und darüber freue ich mich.

Ebensowenig gräme ich mich meiner Eitelkeit. Was war und ist, ist gut so und bleibt.
Die Akzeptanz meiner Eitelkeit schenkt mir die Freiheit, die mir meine Versagensangst nahm. Die ursprüngliche Angst, nicht geliebt zu werden, weil ich vielleicht nicht genüge. Diese Angst war eine fremde und ich weise sie entschieden von mir.

Wäre ich nicht eitel, fehlte mir der Antrieb, die Leistungen in dem Maße zu erbringen, wie ich es tue.
Logischerweise bin ich dankbar für daraus erwachsende positive Wertschätzung - das ist immer ein gutes Gefühl.

Aber ich giere nicht mehr danach wie ein Junkie auf Turkey. Das ist ein sehr befreiendes und beruhigendes Gefühl.
Und es bestärkt mich und gibt mir Sicherheit.

Vielleicht bin ich ja sogar ein bisschen schöner geworden. *in den Spiegel blinzel
18.7.08 00:23


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung