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Rodelwinter

Dieser Winter wird wahrscheinlich als Rodelwinter in die Annalen eingehen. Nicht nur wegen Althaus' Skiunfall, sondern wegen des unerwarteten Kälteeinbruchs.
Wann hatten wir das letze Mal einen Winter mit richtigem Schnee, der länger als nur einen halben Tag liegen blieb? Ich erinner mich da nur an ein Jahr, als mein Alter noch nicht zweistellig war.
Damals Haben wir tatsächlich eine Schneeschippe kaufen müssen. In deren Karton spielten mein Bruder und ich verstecken, dick in Sckianzüge eingemummelt.

Nun haben wir wieder Schnee und zwar rodeltauglich viel. Den wollte ich mir nicht entgehen lassen.

So sieht es in der Rheinaue aus, wenn kein Schnee liegt. Links die grosse Wiese oberhalb des Ovals hatte sich zur Familienabfahrt verwandelt. Gestartet bei der Baumreihe ging es abwärts in Richtung des Rondells oder daran vorbei. Der Weg in der Mitte machte einen kleinen Hubser, an dem einige der Kiddies scheiterten. Nicht so die Skateboarder: Die nutzten diesen und bauten ihn mittels Schnee noch zur Schanze aus.


Größere Kartenansicht

Meinereiner ist beim ersten Anlauf mittenmang ins Rodel gefahren - mein aufblasbares Winter- und Wassersportgerät schien mit vorprogrammierter Linkskurve ausgestattet zu sein. Ich war extra rechts am Rande der Baumreihe gestartet und wollte eigentlich geradeaus neben dem Kreis vorbeifahren. Ging aber nicht aufgrund der Eigendynamik. Wenn einem dann noch in fünfjähriger Rodelprofi von links oben den Weg kreuzt, wirds echt unheimlich!
Schatzemann hatte es da mit dem klassischen Holzschlitten mit zwei Kufen etwas einfacher mit der Lenkung.

Trotzdem sind wir dann zu dem höheren und geschätzt 45 Grad steilen Hügel weiter rechts gegangen, weil es da noch nicht so voll war. Von dort aus konnte manin der Lücke zwischen den drei Bäumen auf der linken Seite und dem kleinen Wäldchen auf der rechten Seite hindurch noch richtig weit fahren.
Am Anfang war mir dabei noch etwas mulmig, aber "Es sieht so sexy aus, wenn Du mit dem Boot fährst!" - da darf man sich ja nicht weigern, oder?
Beim dritten Mal kriegte ich auch den Bogen raus, wie das mit der Lenkung funktioniert. Im Gegensatz zum herkömmlichen Schlitten sitzt man nicht, sondern liegt auf dem Ding. Dabei muss man den ganzen Körper anspannen und die Beine hochheben. Will man dann nach rechts, muss man die linke "Kufe" hochheben, will man nach links, muss man die rechte "Kufe" hochheben - dabei verlagert man automatisch sein Gewicht und steuert so, in welche Richtung es geht.

Wenn man sich so, dem Wetter unangemessen mit herblichen Stiefeletten und einfacher Jeans bekleidet, ins gefrorene H2O stürzt, muss man sich nicht wundern, dass das Textil erheblich an Feuchtigkeitsgehalt zunimmt. Ändert aber nichts daran, dass man seinem Freund ein herrlich obszönes "Ich bin ganz feucht" ins Ohr stöhnen kann, ohne den Wahrheitsgehalt seiner Aussage anzweifeln lassen zu müssen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass man sich trotz Eiseskälte und Unfallgefahr für knapp 30 Sekunden Glück wieder und wieder ins Abenteuer stürtzt.
Das wollte ich auch noch einmal haben, bevor wir dann nach Hause machen.
Bei diesem letzten Mal habe ich den Hüpfer nach der Überquerung des verschneiten Weges nicht überstanden, mich in der Luft gedreht und absolut mit Schnee paniert. Irgendwie hatte ich die Beine zu weit auseinander, die Körperspannung verloren und Kontakt mit dem Boden bekommen. Das wars dann.

Das Ende vom Lied ist, dass ich mir jetzt vermutlich das Steissbein geprellt habe - jedenfalls kann ich kaum sitzen, weil mir der Arsch weh tut.

Egal, das Rodeln hat trotzdem Spaß gemacht. :-D
10.1.09 12:55
 
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